Laut einer Meldung von ad-hoc-news.de wurde Capgemini am 5. November 2026 von der Europäischen Kommission als Leiter eines Konsortiums ausgewählt, das Cyberrisiken fortgeschrittener KI-Modelle bewertet. Das Unternehmen selbst habe dies in einer über GlobeNewswire verbreiteten Mitteilung bekanntgegeben, heißt es dort.
Was der Auftrag umfassen soll
Dem Bericht zufolge soll das Konsortium Bedrohungsmodelle entwickeln sowie Risiken bewerten und mindern, die von sogenannten General-Purpose-AI-Modellen ausgehen können. Genannt werden mögliche Fähigkeiten zur automatisierten Schwachstellensuche, zur Erstellung von Exploits und zur Koordinierung groß angelegter Cyberangriffe. Capgemini wolle dafür Bewertungsinstrumente, technische Methoden für regulatorische Konformität und bedarfsbezogene technische Prüfungen unterstützen.
Partner und Ziel
Neben Capgemini gehören laut Quelle der Technologieberater Wavestone und die französische öffentliche Einrichtung LNE dem Konsortium an. Ziel sei es, die europäische KI-Behörde bei der Erkennung systemischer Risiken und bei der Umsetzung der Pflichten für Anbieter allgemeiner KI-Modelle zu unterstützen.
Was offen bleibt
Die Meldung nennt keinen finanziellen Umfang des Auftrags und keinen erwarteten Ergebnisbeitrag. Ob und in welchem Maß sich daraus für das Unternehmen wirtschaftlich etwas ergibt, lässt sich aus den vorliegenden Angaben nicht beurteilen.
Einordnung
Für deutsche Unternehmen kann der Fall zeigen, wie Prüfung und Normung unter dem AI Act praktisch organisiert werden könnten, nämlich über spezialisierte Konsortien. Welche Anforderungen daraus für Anbieter oder Anwender konkret folgen, geht aus der Meldung nicht hervor.
Quellen
Redaktionell verantwortet von Ideal Syka. Quellen und Arbeitsweise: Redaktion & Methode. Hinweise und Korrekturen: ai@i6eal.de.




